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Liebe Leserin



Die Kunsthalle Ziegelhütte beginnt unter der Name „Aussicht“ eine neue Ausstellungsreihe. Es werden in lockerer Folge zeitgenössisches Kunstschaffen aus dem Appenzellerland und aus der weiteren Region vorgestellt: Positionen, die mit den Schwerpunkten der Kunstsammlung der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell in einen Dialog treten, aber auch künstlerische Standpunkte, welche die Vielfältigkeit dieser Kulturlandschaft in den Fokus rücken. Es freut mich sehr, mit meiner Ausstellung "Umschwung" diese Ausstellungsreihe einzuleiten.

Von 31. Januar bis 26. April 2015 werden in meiner ersten musealen Ausstellung Werkgruppen aus den Jahren 2010 bis heute ausgestellt. Zudem eine Bildinstallation, die eigens für den Oberlichtsaal in der Kunsthalle geschaffen wurde. 64 Holzplatten in verschiedenen Grössen bilden eine Wandarbeit, die den hellen Raum dominiert.








Für dieses Wandbild bearbeitete ich in einem intensiven Arbeitsprozess jede Platte einzeln und doch als Teil das gesamten Werks. Dünne und satte Schichten decken den Hintergrund. Manche Farben schimmern in Glanz, andere decken in matten Lagen die Platten. Wiederholte Motive inspiriert von einer Art israelischer Garten tauchen immer wieder auf.

Der Hauptprotagonist dieses Gartens ist eine kriechende Pflanze - Dreimasterblumen (Lat. Tradescantia), auch Gottesauge genannt, die in den Gärten Israels sehr häufig vorkommt. Ihr hebräischer Name „der Wanderjude“ hat mich zu diesem Projekt bewegt. Mit ihrem Image "pflanze" ich in Appenzell im kleinen Format einen Teil meiner Identität in der Form eines Bildes aus meiner Heimat.








Dass es nicht nur um ein Gartenbild geht, hat der Kurator Dr. Roland Scotti sehr schön in seiner Einleitung geschildert:   „Haviva Jacobson setzt sich in ihrer malerischen Arbeit mit der unmittelbaren Umgebung auseinander. Sie lässt sich von der sichtbaren Welt inspirieren. Die Künstlerin verwandelt diese subjektiven Moment- oder Stimmungsaufnahmen in einem aufwändigen Prozess in autonome Farbmalereien, in denen Wirklichkeits- und Erinnerungsbild ebenso aufgehoben sind wie die Reflektion der malerischen und zeichnerischen Mittel. Die Betrachter entdecken Landschaften, Pflanzen, gar menschliche Figuren; sie sehen Sternbilder, Wasserfälle, vielleicht auch Traumtänzer – aber vor allem entdecken wir die unendliche Landschaft der Farbe. Diese findet in den sensiblen und differenzierten Modulationen Haviva Jacobsons zu einer schillernden, lebensvollen Gestalt – die immer essentiell, eben Malerei, bleibt.“

Zur Eröffnung der Ausstellung erscheint einen Katalog. Die Ausstellung wird auch durch verschiedene Veranstaltungen ergänzt.


Vernissage: Samstag, 31. Januar 2015 17 - 20 Uhr.


Es freut mich, an der Vernissage viele Gästen zu treffen und kennenlernen. Ich werde die spannenden Begegnungen und aufregenden Gespräche geniessen.






Noch im Februar: 19.- 28.2. 2015 "Einkehr" - eine Einzellausstellung in der Galerie für Erdkunst in Romanshorn. In den intimen Räume der Galerie werden einige Werke aus den letzten Jahren gezeigt. Wieder eine neue Begegnung und eine neue Gelegenheit, weiteres Publikum auf meiner Arbeit aufmerksam zu machen.

Eröffnung: Donnerstag, 19. Februar 2015 17 – 19 Uhr.

Finissage: Samstag , 28. Februar 2015 14 – 18 Uhr.





Auf ein Wiedersehen bei einer dieser Gelegenheiten!



Herzliche Grüsse



Haviva Jacobson






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